Grünau
Grünau wird auch die Stadt in der Stadt genannt, obwohl es bis zur Wende fast ausschließlich als Wohnviertel fungierte. Doch mit den beiden großen Einkaufszentren kamen Mitte der 1990er Jahre auch die Arbeitsplätze nach Grünau. Des Weiteren entstanden hier auch ein Kino mit acht Sälen (Filmpalast Leipzig im Allee Center) und ein neues Schwimmbad (Grünauer Welle), welches dem im Südwesten Grünaus gelegenen Tagebaurestsee Kulkwitzer See, im Volksmund auch Kulke oder Kulki genannt, in Sachen Beliebtheit allerdings nicht den Rang ablaufen konnte. Mit einer S-Bahn- (S1) und vier Straßenbahnlinien (Linien 1 und 2, Endstelle Lausen; Linien 8 und 15, Endstelle Miltitz) ist die Anbindung an den Leipziger Nahverkehr nahezu optimal. Komplettiert wird das Angebot durch diverse Buslinien, welche Grünau mit seinen benachbarten Stadtteilen und den Städten Markranstädt und Markkleeberg verbinden. In Grünau gibt es die evangelisch-lutherische Pauluskirche (mit der alten Dorfkirche Schönau als Außenstelle) sowie die katholische St. Martinskirche (beides Neubauten der 1980er Jahre). Anfang der 1990er Jahre wurden, zusätzlich zu der schon seit 1983 in Grünau befindlichen Max-Klinger-Schule, eine Reihe weiterer Gymnasien wie beispielsweise das Georg-Christoph-Lichtenberg-Gymnasium, welches jetzt zur Max-Klinger-Schule gehört, sowie das Haus Lichtenberg geöffnet. Während dieser Zeit war das Haus Lichtenberg das größte Gymnasium Sachsens. Das in dieser Zeit eröffnete Friedrich-Ratzel-Gymnasium musste allerdings aufgrund zu geringer Schülerzahl bereits wieder schließen. Insgesamt gibt es heute 21 allgemeinbildende Schulen und 18 Kindertagesstätten in Grünau. Zudem unterhält das Universitätsklinikum Leipzig im Stadtteil eine Außenstelle ihrer Zahnklinik.
Quelle: Wikipedia
