Großzschocher
..ist Stadtteil im Südwesten von Leipzig. Bis 1897 war es eine eigenständige Gemeinde, 1897 bis 1921 gehörte es zur Gemeinde Großzschocher, diese liegt an der Weißen Elster. Der Ortsteil Großzschocher, der auch die Stadtteile Lauer, Mark Flickert, Windorf und Teile von Knauthain umfasst, gehört zum Stadtbezirk Südwest. Das Schloss Großzschocher stammte aus dem 14. Jahrhundert. Ende des 16. Jh. wurde der rechteckige dreigeschossige Bau mit Satteldächern, Zwerchhäusern und hohen Giebeln errichtet. 1720 erfolgte durch J. Kregel ein Umbau mit Barockisierung, um 1850 eine Restaurierung. Das Schloss wurde bei dem schwersten Luftangriff auf Leipzig am 4.Dezember 1943 durch Bomben getroffen und brannte aus, die Reste hat man in den 1960er Jahren abgetragen. Das Rittergut ist zum Teil noch erhalten, in schlechtem Zustand. Im Zentrum des Stadtteils befindet sich die sehenswerte Apostelkirche. In Großzschocher befindet sich zudem die Alfred-Rosch-Kampfbahn, eine Radrennbahn. In der Umgebung sind die Elsteraue und einige künstlich angelegte Seen, welche aus den ehemaligen Braunkohlegruben entstanden sind, zu finden. Als größtes Gewässer dieser Art ist der Cospudener See zu nennen. Auch heute bestehen noch die zahlreichen Kleingärten in dieser Gegend. In Großzschocher befinden sich eine Mittelschule (56.Mittelschule) und eine Grundschule (120. Grundschule), sowie ein Berufliches Schulzentrum (Gesundheit- und Sozialwesen / Institut für Pharmazie) und eine Ingenieurfachschule für Gießereitechnik. Der Stadtteil ist mit dem 1873 an der preußischen Zeitzer Eisenbahn eröffneten Bahnhof Großzschocher umsteigefrei an den öffentlichen Nahverkehr von/nach Leipzig Hauptbahnhof oder bis nach Zeitz–Gera–Saalfeld angebunden. Weiterhin bestehen Verbindungen mit den Straßenbahnlinien 3 und 13 sowie den Buslinien 61, 65 und N1 der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB).
Quelle: Wikipedia
