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Stadtteil

Anger-Crottendorf

Anger-Crottendorf ist ein Stadtteil von Leipzig und gemäß der kommunalen Gliederung Leipzigs verwaltungsmäßig ein Ortsteil im Stadtbezirk Ost. Es entstand zunächst im Jahre 1883 als selbstständige Gemeinde durch die Vereinigung der beiden Dörfer Anger und Crottendorf und wurde 1889 nach Leipzig eingemeindet. Anger-Crottendorf besitzt eine Flächenausdehnung von 1,87 km² und hatte am 31. Dezember 2007  9.196 Einwohner.
Anger-Crottendorf liegt etwa 2,5 km östlich des Stadtzentrums von Leipzig. Seine Nachbarortsteile sind von Norden im Uhrzeigersinn Sellerhausen-Stünz, Mölkau, Stötteritz, Reudnitz-Thonberg, Neustadt-Neuschönefeld und Volkmarsdorf. In seinem östlichen Teil enthält Anger-Crottendorf einen Teil des Auengebietes der Östlichen Rietzschke.
Der Ortsteil Anger-Crottendorf umfasst den größten Teil der Gemarkungen Anger und Crottendorf, den Südteil der Gemarkung Stünz (mit dem Volkshain Stünz) sowie kleine Teile der Gemarkung Reudnitz.

Anger-Crottendorf weist trotz seiner zentrumsnahen Lage viel Grün auf. Da sind zunächst die zahlreichen Kleingartenvereine zu nennen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus den Gemüseanbaufeldern in der Rietzschkeaue entstanden. Als „Kleingartenpark Südost“ sind sie Teil des Landschaftsschutzgebietes „Östliche Rietzschke“.

In den alten Gemarkungsgrenzen von Anger und Crottendorf gibt es zwei relativ kleine Parkanlagen, die aus ehemaligen Villengärten hervorgegangen sind. Der Ramdohrsche Park an der Breiten Straße gehörte ehemals zu einem vom Kommissionsbuchhändler Franz Wagner als Sommersitz genutzten Bauerngut, und der Lilo-Herrmann-Park zwischen Zweinaundorfer und Theodor-Neubauer-Straße gehörte zur ehemaligen Villa des Fabrikanten Karl Krause.
Einen wesentlichen Zuwachs an Parkanlage erhielt Anger-Crottendorf mit dem Zuschlag des Volkshains Stünz (Stünzer Park) zum Ortsteil. Dieser südlich von Stünz in der Rietzschkeaue gelegene, 12,9 Hektar große Park mit großen Wiesen, schönem Baumbestand und einem Teich wurde 1898 von der Stadt Leipzig angelegt, nachdem sie dieses Gelände zu diesem Zwecke erworben hatte.

Zum Stadtgrün ist auch der parkähnliche städtische Ostfriedhof zwischen Zweinaundorfer und Ostraße an der südlichen Ortsteilgrenze zu zählen. Er entwickelte sich aus dem Dorffriedhof von Reudnitz und Crottendorf und ist heute mit 19,8 Hektar der zweitgrößte kommunale Friedhof. Der Stadtteil erhielt 1969 mit der Errichtung des S-Bahnhaltepunktes Anger-Crottendorf einen Zugang zum Schienenverkehr.
Mit der Breiten Straße und der Wurzner Straße tangieren verkehrsreiche Straßen nur den Ortsteil, sichern aber dennoch eine gute Straßenverkehrsanbindung. Die Wurzner Straße ist historisch ein Teil der alten Handelsstraße Via Regia, während die Breite Straße aus der Angerschen Dorfstraße hervorging.

Über die Breite und die Wurzner Straße ist Anger-Crottendorf mit den Straßenbahnlinien 4 und 7 erreichbar. Der Straßenbahnverkehr in der Zweinaundorfer Straße wurde 1997 eingestellt. Dafür verkehren hier jetzt die Buslinien 72 und 73 vom Hauptbahnhof in die weiter östlichen Stadtteile. Die Nordost-Süd-Buslinie 70 berührt Anger-Crottendorf an der Breiten Straße.
In Anger-Crottendorf gibt es zwei Grundschulen, die bereits 1885 eingeweihte 25. Schule in der Martinstraße (auch als Martinschule bezeichnet) und die 74. Schule in der Friedrich-Dittes-Straße. Letztere wurde 1981 als 74. Polytechnische Oberschule eröffnet und wird seit 1992 als 74. Schule – Grundschule – betrieben.

Quelle: Wikipedia

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